Australian Cattle Dog

Australischer Treibhund, (Australischer) Heeler, Blue Heeler, Hall's Heeler, Queensland Heeler

Australian Cattle Dog
Australian Cattle Dog
  • Für Kinder nicht geeignet!
  • Hund ist ungeeignet für Stadtwohnung!
  • Hund kommt mit anderen Hunden nicht gut zurecht!
  • Hund ist geeignet für heiße, sonnige Klimazonen!
  • Hund lebt und schläft gerne im Freien!
  • Guter Wachhund!

FCI: 287/1.2.

Widerristhöhe: 43 - 51 cm

Gewicht: 16 - 20 kg

Alter: 11 - 12 Jahre

Ursprungsland: Australien

Fell: Rot gesprenkelt, Blau gesprenkelt, Blau und Blau getüpfelt, immer mit lohfarbenen Abzeichen

 

Geschichte:

Anfang 1830 importierte der Großgrundbesitzer und Rinderzüchter Thomas Hall blau getüpfelte Drover Dogs (Arbeitshunde von Viehtreibern) aus Nordengland. Die Drover Dogs kreuzte er nach eigenen Angaben mit dem einheimischen Dingo. Etwa 10 Jahre später war daraus eine etablierte Rasse geworden, bekannt unter dem Namen Hall's Heeler. Diese harten, genügsamen Arbeitshunde konnten halbwilde Rinderherden unter rauhen klimatischen Bedingungen Hunderte von Kilometern durch schwierigstes Gelände treiben. Sie waren auch gute Wächter und so wertvoll, dass die Familie Hall bis zum Tode von Thomas Hall im Jahre 1870 keine Hunde verkaufte.

 

Es gibt über die anschließenden Einkreuzungen in die Hall's Heeler viele mündliche Überlieferungen, aber praktisch keine Dokumente. Damals war Arbeitsleistung und nicht Schönheit das oberste Zuchtziel. Von den meisten Quellen wird der für die Arbeit mit Schafen verwendete Australische Kelpie aufgeführt. Der Dalmatiner dagegen wird heutzutage als Ahne in Frage gestellt, auch aufgrund der Erkenntnisse zur Farbvererbung. Die in der Rasse vorkommende angeborene, sensorineurale Taubheit könnte auch auf einen weißen Bullterrier oder die Drover Dogs zurückzuführen sein.

 

1903 verfasste der Journalist und Hundezüchter Robert Kaleski den ersten Standard für den Australian Cattle Dog, in dem er sein Erscheinungsbild als das eines kleinen, untersetzten blauen Dingos beschreibt. Der Standard wurde zweimal abgeändert. Aktuell lautet die Beschreibung im FCI-Standard:

 

„Das allgemeine Erscheinungsbild stellt einen kräftigen, kompakten und symmetrisch gebauten Gebrauchshund dar, der die Fähigkeit und den Willen hat, die ihm zugewiesene Aufgabe zu erfüllen, wie beschwerlich sie auch sei. Die Vereinigung von Substanz, Kraft, Ausgewogenheit und leistungsfähiger, starker Muskulatur muss den Eindruck von großer Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer erwecken. Jedes Anzeichen von Schwerfälligkeit oder Schwächlichkeit ist ein schwerer Fehler.“

Erbkrankheiten

Der Australian Cattle Dog ist ein robuster, pflegeleichter und allgemein gesunder Hund. Für den Nachweis der Progressiven Retinaatrophie (fortschreitendes Absterben der Netzhaut), die bei dieser Rasse auftritt, gibt es inzwischen einen aussagekräftigen Gentest. Seriöse Züchter testen ihre Zuchthunde und verpaaren ihre Tiere so, dass keine Welpen mehr erblinden.

Cattle-Dog-Welpen kommen weiß auf die Welt. Tiere mit weißem Fell sind vermehrt von Taubheit betroffen. Die angeborene sensorineurale Taubheit ist mit dem weißen Farb-Gen verbunden, und deren komplizierter Erbgang ist bis jetzt noch nicht entschlüsselt. Die Haarzellen in der Hörschnecke verkümmern, und betroffene Tiere können keine Geräusche auffangen und ans Gehirn weiterleiten. Es gibt einseitig oder beidseitig taube Hunde.

Häufig in anderen Rassen vorkommende Krankheiten wie Epilepsie, Patellaluxation, Spondylose, Von Willebrand-Krankheit und Katarakt sind beim Cattle Dog sehr selten. Auch Hüftdysplasie (HD) kommt beim Cattle Dog selten vor. Es ist aber sinnvoll, nur mit geröntgten HD-freien Tieren zu züchten, damit diese Erbkrankheit sich nicht ausweiten kann.

Quelle: Wikipedia

Einzelnachweise:

  • Noreen R. Clark: A Dog Called Blue
  • Eva Holderegger Walser: Australiean Cattle Dogs. Eigenverlag, 2006, ISBN 3-033-00889-5, Erbkrankheiten und Gesundheitsvorsorge, S. 64ff.

 

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